BI legt Auswertung der Fledermauserfassungen 2025 im Wollenberg vor
Die Bürgerinitiative „Rettet den Wollenberg“ e.V. unternimmt seit dem Jahr 2016 detektorakustische Erfassungen der Fledermausvorkommen im Wollenberg. Zum Einsatz kommen Echtzeit-Detektorsysteme, die bei niederschwelligem Kostenaufwand hochwertige Ultraschall-Aufnahmen ermöglichen. Ein erster Jahresbericht wurde im Juni 2017 vorgelegt.
Nun wurden die Erfassungen für das Jahr 2025 ausgewertet. Sie erfolgten am Wichtelhäuser Teich an vier Nächten im Mai des letzten Jahres in einem Gesamtumfang von 48 Stunden und liefern wichtige Vergleichsdaten zu den vorangegangenen Erhebungen. Erfreulich an den stationär ausgeführten Messungen war, dass die Mopsfledermaus dort deutlich öfter registriert werden konnte als zuvor. In den vier Nächten hielt sie sich insgesamt 38 Minuten lang am Teich auf, während die Häufigkeiten der anderen Artengruppen in Anzahl und zeitlicher Erfassung ähnlich wie in den Vorjahren verteilt waren.
Bei den aktuellen Messungen zum Einsatz kam ein Batlogger A+ der Firma Elekon. Dieses Gerät erlaubt es, die aufgenommenen Rufe automatisiert mit Metadaten wie Temperatur und Geoposition zu kombinieren. Der Kurzbericht zu Methodik und Auswertungen des Erfassungsjahres ist hier abrufbar: „Untersuchungen zum Fledermausaufkommen im Wollenberg – Erfassungsjahr 2025“.
Die Rohdaten der Rufaufnahmen und weitere Hintergrundinformationen werden weiterhin im Sinne eines Open Science-Projekts auf der dafür eingerichteten Webseite www.ffh-monitor.org bereitgestellt und sind für die Fachwissenschaft sowohl in der Gesamtheit abrufbar als auch extern und unabhängig überprüfbar.
Abb. oben:
Erfassungen nach Artengruppen 2025
Quelle: bi-wollenberg.org, CC BY-SA 3.0
